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 Griechenland

 Bruch des Maastrichter Vertrags

griechenland-euro

 Rettungspaket I

2010 bis 2013

euro

Geldgeber

Zusagen

Auszahlungen

Übertrag auf 2. Programm

Euro-Staaten

80,0 Mrd.Euro *

52,9 Mrd.Euro

24,4 Mrd.Euro

IWF

30,0 Mrd.Euro

21,1 Mrd.Euro

9,9 Mrd.Euro

Gesamt

110,0 Mrd.Euro

73,0 Mrd.Euro

34,3 Mrd.Euro

Quelle: EU-Kommission

* Von den ursprünglichen 80 Milliarden Euro  standen letztlich nur 77,3 Milliarden Euro zur Verfügung.
Denn die  Slowakei beteiligte sich von Anfang an nicht an den Zahlungen, Portugal  und Irland schieden als Geldgeber aus, nachdem sie selbst Hilfspakete in Anspruch genommen hatten. 

Deutschland steuerte über die KfW-Bankengruppe  direkte Kredite in Höhe von 15,2 Milliarden Euro zum ersten  Griechenland-Paket bei. Sollte die Regierung in Athen das Geld nicht  zurückzahlen, bleibt die Bundesrepublik auf diesem Verlust sitzen.
 Als  IWF-Mitglied trägt Deutschland zusätzlich in letzter Konsequenz auch anteilig  Verluste für mögliche Kreditausfälle des Internationalen Währungsfonds  mit.

 Rettungspaket II

2012 bis 2014

efsf

Geldgeber

Zusagen

Auszahlungen

EFSF

144,5 Mrd.Euro

130,9 Mrd.Euro

IWF

19,1 Mrd.Euro

11,8 Mrd.Euro

Gesamt

163,6 Mrd.Euro

142,7 Mrd.Euro

Quelle: BMF 04.2016

Falls Griechenland die Kredite des EFSF nicht  zurückzahlen sollte, hätte das auch Milliardenverluste für Deutschland  zur Folge. Denn der EFSF besorgt sich das Geld für Kredite an die  Krisenstaaten seinerseits auf den Kapitalmärkten. Deutschland tritt  dabei neben den anderen Euro-Staaten als Bürge auf.
Ursprünglich hätte  Deutschland dabei für rund 27 Prozent der Gesamtsumme gerade stehen  müssen. Nachdem Griechenland, Irland und Portugal als Bürgen ausfielen,  stieg der deutsche Anteil auf etwa 29 Prozent - im Fall des zweiten  Griechenland-Pakets entspricht das knapp 38 Milliarden Euro.

 Rettungspaket III

2015 bis 2018

esm 50

Geldgeber

Zusagen

Auszahlungen

ESM

86,0 Mrd.Euro

26,0 Mrd.Euro

Gesamt

86,0 Mrd.Euro

26,0 Mrd.Euro

Quelle: ESM 06.2016

Der EFSM wird aus dem EU-Haushalt finanziert und  damit von allen 28 EU-Staaten getragen. Um die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, vor finanziellen Risiken durch einen möglichen  Zahlungsausfall zu schützen, wurden im Vorfeld der Gewährung der  Brückenfinanzierung neuen Regeln für dem EFSM eingeführt.
Falls  Griechenland den Überbrückungskredit nicht zurückzgezahlt hätte, hätten  die dadurch entstandenen Verluste letztlich ausschließlich die anderen  Euro-Staaten auffangen müssen. Für Deutschland summierten sich die  Risiken aus diesem Überbrückungskredit auf etwa 1,6 Milliarden Euro.

Die Euro-Staaten hoffen darauf, dass sich der IWF noch an der Finanzierung beteiligt - möglicherweise mit bis zu einem  Drittel der Gesamtsumme.
Der IWF lehnte aber eine rasche Entscheidung  über eine Beteiligung ab und will erst nach der Umsetzung wichtiger  Reformen in Griechenland und möglichen weiteren Schuldenerleichterungen  durch die Euro-Staaten einen endgültigen Entschluss fassen.

Auf rund 243 Milliarden Euro summieren sich die bisherigen Zahlungen aus den drei Rettungspaketen an Griechenland.

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